Ahlen - Eigentlich war das Projekt, das Adrian Topol im Vorjahr mit Ahlener Jugendlichen startete, auf ein Theaterstück ausgerichtet. Doch es wurde ein Film daraus– mit dem Titel „Augenblick“. Topol, der in diesem Fall als Regisseur agierte, und seine Darsteller feierten am Samstagabend in Ahlen Premiere.

Von Dierk Hartleb
 

Großes Kino am Samstag zur Primetime im „Cinema Ahlen“: Rund 300 Besucher erlebten die Premiere des Spielfilms „Augenblick“ von Adrian Topol mit – und feierten vor allem die jugendlichen Laienschauspieler. „Tolle Leistung“, lobte Bürgermeister Benedikt Ruhmöller in seinem Grußwort bei der anschließenden Premierenfeier in der Stadthalle.

Zunächst aber war das Kino Schauplatz des Geschehens: Mit leichter Verspätung zog die Schauspielercrew nach den obligatorischen Fotos, begleitet von einem Auftritt der „Devils“-Cheerleader, über den roten Teppich ein. Die jungen Laienschauspieler aus Ahlen erhielten professionelle Verstärkung von Berlinern, die eigens aus der Hauptstadt mit einem Bus zur Premiere angereist waren. Im Kino selbst wurden die Premieren-Besucher in Kino I und III von Berni Recker, Geschäftsführer des Vereins „Keiner geht verloren“ (KGV), begrüßt, der den Anstoß für den Film gab und für dessen gesamte finanzielle Abwicklung zuständig war. Regisseur Topol stellte dem Publikum die Hauptdarsteller Can Cifti (Can), Burhan Altun („Chero“) sowie Berivan Aslan (Aylin) vor.

Nach dem 40-minütigen Spielfilm, der bei vielen nachdenkliche Gesichter hinterließ, folgte mehr als höflicher Applaus. Danach zogen die Besucher zur eigentlichen Premierenfeier in die Stadthalle um, die dem Anlass entsprechend dekoriert worden war. Auf einer Großleinwand lief während der gesamten Zeit eine Präsentation mit Szenenfotos und Filmsequenzen aus dem sogenannten „Making-of“, dem Blick hinter die Kulissen am Set.

„Der Film wirft ein grelles Schlaglicht auf unsere gesellschaftliche Realität“, sagte Ruhmöller in seinem Grußwort. Er lobte besonders die ungeschminkte Machart, die Probleme nicht beschönige oder den Blick verkleistere. Danach gaben die Cheerleader „Devils“ eine weitere Kostprobe ihres Könnens.

Nach einer Talkrunde mit den Schauspielern leitete die A-Cappella-Gruppe „Add One“ in den inoffiziellen Teil der Premierenfeier über, die dann mit von einem DJ abgemischter Tanzmusikgegen Mitternacht endete. 

 

(Quelle: Ahlener Zeitung vom 07.04.2013)